Leistungsbeurteilungen und GFS Geschichte

Nach den Vorgaben und Wünschen der entsprechenden AG des Pädagogischen Tages hat die FK Geschichte am 6.7. 2012 die Frage der Leistungsmessung diskutiert und folgenden Beschluss gefasst:

  • Die FK Geschichte beschließt, ab dem Schuljahr 2012/13 in den Klassen 6-8 keine Klassenarbeiten mehr zu schreiben.
  • Stattdessen werden zwei bis vier unangekündigte Tests („schriftliches Abhören“) geschrieben, die den Stoff der beiden vorangegangenen Stunden umfassen dürfen.
  • Diese Tests überprüfen vorrangig das methodische Können der Schüler/innen, das zuvor geübt wurde. Die Tests dürfen nicht mit dem Abfragen von Faktenwissen überfrachtet werden.
  • Bei der Terminierung dieser Tests sollte die Lehrkraft darauf achten, dass die Klasse nicht gleichzeitig durch mehrere Kernfacharbeiten überlastet ist.
  • Als Vorbereitung auf die Kursstufe muss in der 9. Klasse eine erste Arbeit geschrieben werden, wobei auch hier gilt, dass vorrangig Methodenkompetenz und nicht Faktenwissen geprüft werden muss.
  • Bei der Aufgabenstellung sind die Operatoren (vgl. Operatorenkatalog des Kultusministeriums) konsequent zu berücksichtigen; sie sind dem Alter und fachlichem Entwicklungsstand der Schüler/innen entsprechend anzuwenden.
  • Mündliche und schriftkiche Noten werden in einem Verhältnis von 60 (mündlich) zu 40 (schriftlich) bzw. 50:50 8je nach Klassensituation) zur Gesamtnote berechnet.

Begründung des Beschlusses

  • Das Hauptziel des Beschlusses ist es, die Belastung der Schüler/innen zu verringern und sie gleichzeitig zu sinnvollem und nachhaltigem Lernen anzuhalten.
  • Durch die Umstellung auf nichtangekündigte schriftliche Tests, die sich auf die Anwendung zuvor geübter methodischer Kompetenzen konzentrieren und sich nur auf den Stoff der letzten zwei Stunden beziehen dürfen, soll nicht nachhaltiges Lernen vermieden werden. Damit soll auch die starke Belastung der Schüler/innen verringert werden. Überdies soll damit auch verhindert werden, dass die Endnote unverhältnismäßig stark von einer schriftlichen Note abhängt.
  • Die Tests müssen so beschaffen sein, dass sie von den Schülern gut bewältigt werden können, die im Unterricht kontinuierlich und konzentriert mitarbeiten.
  • Dadurch dass die Tests nicht angekündigt werden, soll erreicht werden, dass Schüler/innen nicht mehr- wie der bisherigen Praxis- vor Arbeiten stark durch Faktenlernen belastet sind und dazu angehalten werden, sich kontinuierlich am Unterricht zu beteiligen.
  • Durch die starke Betonung methodischer Kompetenzen und die Einführung der Operatoren von Anfang an sollen die Schüler/innen besser auf die Anforderungen der Oberstufe und des Abiturs vorbereitet werden.

Leistungsbeurteilungen und GFS in Gemeinschaftskunde

Leistungsmessung Beispiel

GFS

Bewertungsbogen

4-Phasen-Schema

Leistungsmessungen und GFS Erdkunde/Geographie

  • Die Bewertung schriftlich / mündlich ist jedem Fachlehrer frei überlassen. 
  • 1 KA/Jahr (über den Unterrichtsstoff der letzten 6 - 8 Stunden) und zusätzlich unangekündigte Tests über die letzten 1 bis 2 Stunden oder optional keine KA und ausschließlich Tests 
  • Die bestehenden GFS-Standards gelten weiterhin (siehe Protokoll vom 27.06.2013) 
  • siehe auch Ordner GFS und Hausarbeit 

Leistungsmessung_geo

Bewertungsbogen_gfs_geo

Leistungsbeurteilung und GFS Latein

Dezember 2013

Empfehlungen zur Leistungsmessung in Latein als dritter Fremdsprache

Notengewichtung

Durchschnitt der vier schriftlichen Klassenarbeiten und gegebenenfalls einer GFS: 40%

Leistungen im Unterricht: 40%

Tests und gegebenenfalls Kurzreferate zu Geschichte, Wortschatz oder Grammatik: 20%

Klassenarbeiten

Klassenarbeiten sollten zum größten Teil, das heißt zu 80-90%, aus einer Übersetzung ins Deutsche bestehen. Der lateinische Text sollte 70-85 Wörter umfassen. Bei der Korrektur und Bewertung sollten Fehlernester und Folgefehler berücksichtigt werden. Fehler im Bereich Tempus und Numerus sollten in der Regel, allerdings nicht im Anfangsunterricht, nur als halbe Fehler gewertet werden. Besonders gelungene Übersetzungsstellen sollten mit Pluspunkten belohnt werden. Neben der Übersetzungsaufgabe sollten Aufgaben zu grammatikalischen Formen oder Fragen zum geschichtlichen oder literarischen Hintergrund gestellt werden. 

Die Gesamtbewertung der Klassenarbeit erfolgt auf Grund der Fehlerzahl in Übersetzungs- und anderen Aufgaben. Wurden 10% der Wörter und Grammatikformen falsch wiedergegeben beziehungsweise gebildet oder analysiert, sollte in etwa die Note 3-4 erteilt werden.

Beispiel: Bei einem Übersetzungstext von 80 Wörtern und einer Aufgabe, bei der 20 lateinische Formen gebildet werden müssen, wird bei 10 Fehlern etwa die Note 3-4 erteilt.

Man kann jedoch auch die Übersetzung nach der Fehlerzahl bewerten und im Grammatikteil Punkte vergeben.

Einige wenige Zusatzaufgaben zu geschichtlichen Hintergründen oder schwierigen sprachlichen Phänomenen, durch die Pluspunkte erreicht werden können, sind in einer Klassenarbeit wünschenswert. 

GFS

Eine GFS muss einen lateinischen Text oder ein sprachliches Phänomen des Lateinischen zum Thema haben. Ein ausschließlich geschichtliches Thema ist als GFS nicht möglich; ein solches Thema kann aber als Referat gehalten werden und so in die Note mit einfließen.

Eine GFS kann beispielsweise ein neues Grammatikthema behandeln oder einen lateinischen Text analysieren und erklären. 

Die GFS sollte 30-40 Minuten dauern; ein Vortrag oder eine Präsentation oder ähnliches sollte stattfinden, doch die Mitschüler/innen sollten in den Unterricht miteinbezogen werden. Dies kann in Form eines Quiz', eines Arbeitsblattes, das besprochen wird, oder in Form eines Unterrichtsgespräches, das vom Schüler, der die GFS hält, geleitet wird, erfolgen. Die GFS sollte eine Form der Ergebnissicherung für alle SuS enthalten, etwa durch ein Thesenblatt oder einen Tafelanschrieb oder eine Folie. Eine schriftliche Hausarbeit kann nicht als GFS gewertet werden.

Leistungen im Unterricht

Zu den Leistungen im Unterricht gehören Menge und Qualität der mündlichen Beiträge sowie das Arbeitsverhalten bei Still-, Partner- oder Gruppenarbeiten. 

Tests

Test überprüfen in der Regel die Vokabelkenntnisse, gelegentlich auch ein Grammatikthema. 

In Vokabeltests werden die Wörter oder Wendungen auf Lateinisch vorgegeben; die SuS nennen die deutschen Bedeutungen sowie in der Regel die Angaben zur Vokabel, nämlich Stammformen oder Genetiv und Genus. 

Sind 50% der Vokabeln mit Angaben falsch, wird die Note 6 erteilt. Es sollten 6-8 Tests im Schuljahr geschrieben werden.

Leistungsbeurteilungen Italienisch

Dezember 2013

Empfehlungen zur Notengebung

Notengewichtung:

40% Schriftliche Leistungen (Klassenarbeiten + GFS)

40% Mündliche Leistungen

20% weitere schriftliche Leistungen (Vokabeltests, Grammatiktests, u.a.)

Schriftliche Leistungen:

Bei Klassenarbeiten und Tests kann bei 50% der Punkte noch die Note ausreichend erteilt werden.

Klassenarbeiten:

In den Klassen 8-10 sollten in den vier zu schreibenden Klassenarbeiten mindestens eine Aufgabe zum Hör-/ Hör-/Sehverstehen, mindestens eine Aufgabe zum Leseverstehen und mindestens eine Aufgabe mit Textproduktion vertreten sein.

Bei der Bewertung der Textproduktion wird das holistische Korrekturverfahren angewandt.

In den Klassen 11+12 muss unter den vier zu schreibenden Arbeiten ein Hör-/ Hör-/Sehverstehenstest sein.

In den übrigen Arbeiten müssen Textproduktionsaufgaben aus den Abituraufgabenfeldern comprensione, analisi und redazione libera und Mediationsaufgaben enthalten sein, wobei die Abituroperatoren geübt werden sollen.

Kriterientabelle zur Beurteilung von Textproduktion in der Mittelstufe bis Klasse 10: